Paper

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Ein Stadtmagazin mit Ausgehtipps und Interviewporträts sympathischer Locals, mit Tipps und Tricks über where to buy, where to eat and what to do – das ist doch très chic! Und da wir von Köln sprechen, ist das ein Heimspiel für uns und darum eine Freude und Ehrensache, einen oder zwei Blicke zu riskieren.

Das Magazin Paper will sich Köln vornehmen – Viertel für Viertel (oder wie wir in Köln sagen: Veedel). Los geht’s in der Debütausgabe mit dem Rathenauviertel. Vom Namen her klingelt es da bei internationalen Besuchern vielleicht nicht so sehr wie bei Ehrenfeld oder dem Belgischen Viertel. Es wäre aber trotzdem sehr schade, dieses Steak von städtischer Ausgeh- und Shoppingkultur zwischen den Kölner Ringen und Universität zu übersehen. Paper schärft den Blick.

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Drin in Paper: eine Stadtführung mit Jana Wenge, die uns auf eine Erkundungstour mitnimmt durch ihr Veedel. Dazu kulinarische Empfehlungen, die den Klassiker “Himmel un Ääd” neu interpretieren sowie Features über Modemacher und Ladenbetreiberinnen, die von ihrer Beziehung zur Stadt erzählen.

Vor allem Geschichten finden ihren Platz und ihre Stimme in Paper – die der Zugezogenen und Kreativen genauso wie die derjenigen, die das Rathenauviertel schon lange ihre Heimat nennen. Das macht Paper nicht nur zum regelmäßig erscheinenden Touri-Führer, sondern bietet noch mehr den Menschen, die sich schon ein bisschen hier auskennen und mehr erfahren wollen über Früher, Heute und Morgen.

Die nächste Ausgabe wird im Sommer erscheinen. Welches Veedel ist dann an der Reihe? Sülz, die Südstadt, Nippes? Time will tell.

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Warum soll ich das lesen?
Praktisch: die Veedelkarte zum Aufklappen. Zeigt im handlichen Format, wo man gut snacken, trinken, shoppen kann.

Risiken und Nebenwirkungen
Gestern hast Du noch in Hamburg gewohnt, der Kölner Karneval war für Dich eine höchst irritierende Veranstaltung. Heute liest Du Paper, und morgen ziehst Du dann doch nach Köln. Übermorgen feierst Du im Bienchenkostüm – im Rathenauviertel natürlich. Den weiteren Verlauf kann man sich ja denken.

> Paper – Das Printmagazin für Kölns Veedel

Sven Job

Schluck

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Eine besondere Freude sind uns ja immer Magazine, die sich einem unserer Herzensthemen widmen. Das können dann TV-Serien, Fussball oder Lego sein. Die eigene Leidenschaft auf gedrucktem Papier ist stets ein besonderer Genuss, das bekannte Terrain gibt uns zusätzliche Sicherheit in einer abschließenden Beurteilung. Neben den aufgezählten Themen fühlen wir uns in einem besonders wohl: Alkohol.

Was uns bei Mixology und Hot Rum Cow überzeugt hat, gelingt auch schluck. Dabei richtet es das Auge nicht auf irgendeinen Fusel, sondern den göttlichen Trank schlechthin: Wein. Glücklicherweise hat das Magazin dabei nicht die Schwere manches Tropfens, den es bespricht. So geben die Herausgeber nicht ohne Stolz bereits im Vorwort zu, alle Exemplare der ersten Ausgabe verkauft zu haben. Und dass sie trotzdem pleite sind. Vielleicht sieht man die Welt durch ein Weinglas doch etwas entspannter.

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Nun also die zweite Ausgabe, wieder ohne Großverlag im Rücken. Einfach aus Überzeugung und voller Leidenschaft. Das Heft stellt Winzer vor, Regionen des Weinanbaus und wirft einen Blick auf andere Erscheinungsformen des Alkohols wie Bier und Grappa. Ein tolles Layout und der lockere Ton der Texte, inklusive einer Prise Irrsinn, machen schluck auch für Nicht-Trinker interessant. Aber mit denen stimmt ja was anderes nicht.

Warum soll ich das lesen?
Du lernst bei der Lektüre von schluck mehr als auf jeder Weinprobe. Und bist am Ende nicht einmal betrunken.

Risiken und Nebenwirkungen
Du freust dich trotzdem am meisten auf den praktischen Teil.

> schluck online

Florian Tomaszewski

curt

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Worum beneiden wir die Leute in München eigentlich so? Um die Mieten sicherlich nicht. Wohl eher um das Wetter, die Biergärten, die Seen, die Berge und die Nähe zu Italien. Mit dem Stadtmagazin curt darf gerne ein weiterer Punkt dieser Aufzählung hinzugefügt werden.

Das kostenlose Magazin erscheint 3 bis 4 mal im Jahr und liegt an ausgewählten Orten Münchens aus. Alternativ lassen sich alle Ausgaben als e-paper auf dem Blog durchblättern. Realisiert wird das Heft durch die Zusammenarbeit verschiedener Journalisten, Grafiker, Fotografen und Illustratoren. Ein Oberthema gibt den Inhalt jeder Ausgabe vor – so machen sich die Autoren beispielsweise mal über “Heimat” und dann über den für München typischen Ausruf “Lecko Mio” Gedanken. Danke derartiger Features wird das Heft auch für uns arme Schweine interessant, die nicht das Glück haben, in München zu leben.

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Natürlich findet der Leser auch die für ein Stadtmagazin typischen Ausgehtipps und Empfehlungen für das gute Leben in der Stadt – und in curt auch wirklich hübsch präsentiert. Zielgruppengerecht passt das Magazin mit seinem handlichen Format in jeden Picknickkorb (Semesterferien) oder lässt sich unauffällig unter dem Tisch lesen (Vorlesung). Liebe deine Stadt, sagen wir hier in Köln. Aber das muss man euch wohl nicht erzählen, liebe Münchner.

Warum soll ich das lesen?
Um den Vibe einer Stadt zu erfassen, muss man nicht unbedingt vor Ort sein. Manchmal reicht ein Magazin wie curt.

Risiken und Nebenwirkungen
Wir müssen über den FC Bayern reden…

> curt online

Florian Tomaszewski

EyeEm

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Ist das schon Kunst, oder noch Kommerz? Was für eine dumme Frage – EyeEm ist ein Magazin, wie es heute viele gibt. Nämlich als Showcase, der analog fortsetzt, was schon lange im Netz stattfindet. EyeEm ist zuerst eine weltweite Foto-Community, in der sich talentierte Amateure und ausgewiesene Profi-Fotografen tummeln. Als “Collection of real photography” featuret das Magazin dazu also ausgewählte Arbeiten aus Shanghai und Nigeria, Australien und Ecuador. Und weist natürlich immer darauf hin, mit welchem Equipment, die oft beeindruckenden Bilder zustande kommen – und dass sie ein jeder auf der EyeEm-Plattform anbieten kann.

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Warum soll ich das lesen?
Das Magazin ist ein Kunstband sowie ein Katalog für eine Dienstleistung und eine Idee zugleich. Dass das auch anderswo gut funktioniert, zeigt z.B. Pineapple aus dem Hause Airbnb.

Risiken und Nebenwirkungen
Du fotografierst gerne Dein Essen oder Deine Füße? Das gibt’s in EyeEm auch. Also musst Du Dir was Neues einfallen lassen. Aber interessante Dinge gibt es ja überall zu sehen, oder?

> EyeEm Magazine online

Sven Job

Soap

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Was tun, wenn ein Magazin auf den Tisch geflattert kommt, mit wohlgestaltetem Layout, liegt gut in der Hand, das Thema interessiert und so weiter – nur dummerweise auf Französisch, das wir in der neunten Klasse mit einem lauten Salut aufgegeben haben?

Die Antwort, ganz klar, greif Dir das Ding und reim Dir das Nötigste zusammen. Und halte Dich an Heisenberg: Die Texte verstehst Du nicht so recht, also können sie gleichzeitig gut und schlecht sein. Soap widmet sich generell dem Super-Thema Fernsehserien und in der Premieren-Ausgabe dabei speziell “The Big Bang Theory”. Das auf zehn Seiten aber vergleichsweise kurz kommt. Soap bringt es als Bookzine auf knapp 170 Seiten, und kann  mit einer Vielfalt an behandelten Serien, aber auch einer Vielfalt der Inhalte punkten. Interviews, Kolumnen, gesellschaftsrelevante Betrachtungen zu “Girls”, “Game of Thrones” und “Boardwalk Empire” weisen ganz klar über das Unterhaltungsmedium hinaus. Auch Layout und Design sind auf dem neuesten Stand. Alles super für die vielen seriophilen Menschen unter uns –  wenn da nicht die Sprache wäre!

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Auch einen Blick in die Vergangenheit des Mediums riskiert Soap – etwa mit Features zu “Twilight Zone” und “Emergency Room” (das im französischen Raum bekannt war als “Urgences” – wieder was gelernt!). Neben den angelächsischen Produktionen findet auch der französische Markt Beachtung. Mit Erfolgen wie “Les Revenants – The Returned” passiert bei unseren Nachbarn ja auch einiges.

Warum soll ich das lesen?
Parlez-vous français? Prima, dann viel Spaß mit Soap. Es sind auch schon einige Ausgaben erschienen – mit den Titeln “The Walking Dead”, “Gotham” und zuletzt “Veep”.

Risiken und Nebenwirkungen
Es wäre Zeit für ein deutsches Magazin, jetzt wo sich mit z.B. “Weissensee”, “Deutschland ’83″, “Club der roten Bänder” und “Der Tatortreiniger” auch bei uns etwas bewegt. Da müsste doch mal … achso, nevermind. Egal, ein neuer Versuch muss her!

> Soap online

Sven Job

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